come rain, come shine (Brüssel), originally uploaded by malidinapoli.
Den Haag, 24.10.2008, 7.50h:
Der einzige Vorteil am Rad fahren im Dunkeln bei Regen ist, dass der Asphalt beginnt zu glänzen. Weniger Morgenmenschen sind draußen zu sehen, sie verstecken sich in ihren geheizten Autos. Ich werde schon in meiner Straße auf den Bürgersteig umgeleitet, weil wie sehr oft ein großer Lastwagen den Weg versperrt. Diesmal einer mit Namen „Zwarte Container“, der aber einen großen roten Container langsam auf den Boden hievt. Das ist, als ob man in blauer Schrift das Wort GRÜN schriebe. Die Palastparkwächter unterhalten sich, wieder ist die Blonde mit dem frechen Zopf unter ihrer Mütze dabei. In der Piet-Hein-Straat falle ich diesmal nicht auf den Papp-Manager herein, der in einem Geschäft an der Ecke hell beleuchtet grüßt. Zwei kräftige Männer verarzten einen kleinen grauen Elektrizitätskasten. An der Baustelle sehe ich nur Männer im Container, nicht im Regen draußen. Wie immer sitzt der Junge mit der Baseballkappe hinter einem Bildschirm. Das Nivea-Mädchen an der Tramhaltestelle ist abgelöst worden durch ein Bistro „Bon appétit“ – Pizzabrot von Dr. Oetker. Wie beliebig die Werbewelt geworden ist. Mädchen und Brot könnten gleichzeitig in Warschau oder Berlin zu sehen sein und sind es wahrscheinlich auch. Ich schüttele den Kopf, meine Kapuze verrutscht. Dann schließt sich das Gitter meiner Arbeit hinter mir.





